„Die Wirtschafts- und Finanzkrise – Wo stehen wir heute?“ – so lautete das Thema des „1. Executive Breakfast“, zu dem die Wirtschaftsjunioren (WJ) Wetterau neben Landrat Joachim Arnold auch Unternehmer und Führungskräfte aus der Region eingeladen hatten. „Ziel der Wirtschaftsjunioren war es, die Politik – vertreten durch Landrat Arnold, der bekannt dafür ist, sich stark für die heimische Wirtschaft zu engagieren – und erfahrene Unternehmer zum Erfahrungsaustausch an einen Tisch zu bringen“.Hier weitere Bilder zum Executive Breakfast (Login erforderlich!) |
P R E S S E M I T T E I L U N G
Wirtschaftsjunioren Wetterau luden zum „1. Executive Breakfast“ ins Hotel Dolce
Krise als Chance verstehen
(Bad Nauheim, 12. März 2010)
„Die Wirtschafts- und Finanzkrise – Wo stehen wir heute?“ – so lautete das Thema des „1. Executive Breakfast“, zu dem die Wirtschaftsjunioren (WJ) Wetterau neben Landrat Joachim Arnold auch Unternehmer und Führungskräfte aus der Region eingeladen hatten. „Ziel der Wirtschaftsjunioren war es, die Politik – vertreten durch Landrat Arnold, der bekannt dafür ist, sich stark für die heimische Wirtschaft zu engagieren – und erfahrene Unternehmer zum Erfahrungsaustausch an einen Tisch zu bringen“ erklärte Christian Engel, Vorstandsvorsitzender der WJ Wetterau. Sowohl Vertreter von großen Unternehmen, wie Günter Sedlak (Sparkasse Oberhessen), als auch von kleinen Betrieben aus den verschiedensten Branchen – vom IT- über den Finanzbereich bis hin zu Werbung und Einzelhandel – schilderten Probleme und Perspektiven aus ihrer Sicht, lernten voneinander und suchten gemeinsam nach Lösungen. Wie bin ich aufgestellt? Wo sollte ich mehr investieren? Ist meine Firmenphilosophie noch aktuell? waren nur einige der Diskussionspunkte. Als kompetenter Moderator leitete Boris Karkowski, Chefredakteur des Magazins „Markt und Mittelstand“, das Gespräch.
Welche Belastungen kommen auf uns zu?
Der Aufschwung war 2008 zu Ende, der Tiefpunkt der Rezession lag im Frühjahr 2009. Auch wenn man mittlerweile von einer Stabilisierung des Finanzmarktes und der Realwirtschaft ausgehen kann, ist die Wirtschafts- und Finanzkrise noch nicht überwunden – waren sich alle einig. Seit Herbst vergangenen Jahres habe sich die Situation in der Wetterau leicht verbessert, die wirtschaftliche Erholung würde – wenn auch langsam – fortschreiten. Allerdings müsse man, Stand heute, aufpassen, keinen „Rückfall“ zu erleiden. Um das Niveau vor der globalen Finanzkrise zu erreichen, würden noch einige Wachstumsjahre vergehen müssen. Das Wirtschaftswachstum sei abhängig von den bekannten Einflussfaktoren, Entwicklung der Rohstoffpreise, speziell des Ölpreises, und Realisierung der Steuerentlastungen. Die Diskussionsteilnehmer fragten sich, welche Belastungen auf die Wirtschaft und die Konsumenten zukommen und ob es noch eine Kreditklemme geben wird, wenn die Investitionsnachfrage einsetzt.
Konsolidierung ist nicht mit Sprüchen zu machen
„Die Situation für die regionale Finanzwirtschaft war in den vergangenen 18 Monaten nicht einfach, zumal wenn die Öffentlichkeit alle Kreditinstitute gleichermaßen für die Krise verantwortlich macht.“, bedauerte Günter Sedlak. „Dabei machen unsere Mitarbeiter einen `Riesenjob’. Die Krise ist von anderer Stelle zu verantworten.“ Eine Kreditklemme schloss der erfahrene Banker aus. „Vor, während und nach der Krise gelten die gleichen Kriterien bei der Vergabe von Krediten.“ Landrat Joachim Arnold versuchte den Anwesenden die Situation im Wetteraukreis näher zu bringen: „Die Einnahmesituation ist dort derzeit mehr als schwierig, um nicht zu sagen katastrophal, und eine Besserung ist nicht in Aussicht. Ohnehin seien insbesondere die Landkreise, gemessen an ihren von Bund und Land gesetzlich zugewiesenen Aufgaben, chronisch unterfinanziert. Auch die Städte und Gemeinden seien durch ein deutliches Weniger an Steuereinnahmen aktuell stark belastet. “ Verschärfend käme hinzu, dass der Kreis auf der anderen Seite wegen der Wirtschaftskrise wesentlich mehr Ausgaben im sozialen Bereich tätigen muss. „Trotzdem müssen wir unseren Kreishaushalt soweit wie möglich konsolidieren, aber Konsolidierung ist nicht mit Sprüchen zu machen. Hier muss planvoll, systematisch und transparent vorgegangen werden, deshalb wurde von mir eine systematische Aufgabenkritik zur Haushaltskonsolidierung, die alles untersucht und durchleuchtet, auf den Weg gebracht.“, betonte Arnold.
In Weiterbildung investieren
Auf die Frage von Moderator Boris Karkowski, ob die Unternehmen Vorteile im Wachstumsbeschleunigungsgesetz sehen, lautete die einhellige Antwort: Nein – keine Vorteile für Unternehmen. Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer auch darüber, dass in der Krise eine Chance bestehe und dass es wichtig sei, die Sichtweise der Anderen zu kennen und gemeinsam Verbesserungen zu erarbeiten. Vor allem im Bereich Weiterbildung sieht Axel Steinbeiß, Geschäftsführer der WJ Wetterau, noch Handlungsbedarf. Fördermöglichkeiten, wie Meister-Bafög und Qualifizierungs-Schecks, würden leider noch viel zu selten genutzt. Hier gelte es anzusetzen und diese Möglichkeiten bekannter zu machen. Nach dem Erfolg des „1. Executive Breakfast“ ist im Herbst eine Fortsetzung geplant.
Wer mehr zu den Wirtschaftsjunioren Wetterau e. V. oder zum Jahresprogramm erfahren möchte, erhält Informationen unter der Rufnummer 06031/609-3005 oder per Email an
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Verantwortlich für den Inhalt: Axel Steinbeiß, Geschäftsführer der Wirtschaftsjunioren Wetterau, c/o IHK Gießen-Friedberg, Goetheplatz 3, 61169 Friedberg, Tel. (0 60 31) 6 09 - 30 10, Fax (0 60 31) 6 09 - 30 20










„Die Wirtschafts- und Finanzkrise – Wo stehen wir heute?“ – so lautete das Thema des „1. Executive Breakfast“, zu dem die Wirtschaftsjunioren (WJ) Wetterau neben Landrat Joachim Arnold auch Unternehmer und Führungskräfte aus der Region eingeladen hatten. „Ziel der Wirtschaftsjunioren war es, die Politik – vertreten durch Landrat Arnold, der bekannt dafür ist, sich stark für die heimische Wirtschaft zu engagieren – und erfahrene Unternehmer zum Erfahrungsaustausch an einen Tisch zu bringen“.