Wirtschaftsjunioren Wetterau e. V.

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Seminar "Wirtschaftsmediation" – Alternative Wege zur außergerichtlichen Streitbeilegung für Unternehmer

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Um über diese Kosten sparende, alternative Form der Streitbeilegung zu informieren, luden die Wirtschaftsjunioren  Wetterau kürzlich ins Teichhaus nach Bad Nauheim ein. Hier gab Prozessanwältin und Wirtschaftsmediatorin Dr. Elisabeth Schütze (FPS Rechtsanwälte & Notare, Frankfurt a. M.) antworten auf die Fragen, welche Schritte bei einem Mediationsverfahren durchlaufen werden, für wen und was sich Mediation eignet und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringt.

Hier die Präsentation zum Seminar "Wirtschaftsmediation" als PDF-Dokument zum Download (Login erforderlich!)

Weitere Infos unter www.fps-law.de

 

P R E S S E M I T T E I L U N G
Neue Wege zur außergerichtlichen Streitbeilegung

Wirtschaftsjunioren Wetterau informieren zum Thema Wirtschaftsmediation
(Bad Nauheim, 23. April 2009)

Der Volksmund besagt: „In jeder guten Beziehung wird auch mal gestritten!“. So verhält es sich natürlich auch in Unternehmen. Ob Haftungsfälle, Gesellschafterauseinandersetzungen, Streitigkeiten bezüglich der Unternehmensnachfolge oder Auseinandersetzungen zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat, oft scheint eine Streitsituation festgefahren und ohne gerichtliche Auseinandersetzung kaum zu lösen. In diesem Zusammenhang ist der Begriff „Wirtschaftsmediation“ derzeit in aller Munde. Dabei handelt es sich um ein außergerichtliches Konfliktbearbeitungsverfahren, bei dem die gegnerischen Parteien, Medianten genannt, mit Unterstützung eines neutralen Dritten, dem Mediator, eigenverantwortlich eine Lösung für ihr Problem erarbeiten.

Um über diese Kosten sparende, alternative Form der Streitbeilegung zu informieren, luden die Wirtschaftsjunioren (WJ) Wetterau kürzlich ins Teichhaus nach Bad Nauheim ein. Hier gab Prozessanwältin und Wirtschaftsmediatorin Dr. Elisabeth Schütze (FPS Rechtsanwälte & Notare, Frankfurt a. M.) antworten auf die Fragen, welche Schritte bei einem Mediationsverfahren durchlaufen werden, für wen und was sich Mediation eignet und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringt.

Mittels interaktiver Rollenspiele, bei denen die Teilnehmer in gewisse Streitsituationen versetzt wurden, machte Schütze klar, dass Mediation nur einer von vielen Wegen und sicher kein „Allheilmittel“ ist. Es führt aber in vielen Konflikten schnell und unkompliziert zu einer flexiblen und nachhaltigen Lösung. Darüber hinaus hilft das Mediationsverfahren dabei, dass sich zerstrittene Parteien zumindest wieder zuhören. Es bewegt die Gegner dazu, sich in die Lage des anderen zu versetzen und schließlich aufeinander zuzugehen beziehungsweise gemeinsam Kompromisse zu finden.

Mediation folgt dabei acht Grundprinzipien. Die wichtigste Regel ist sicher das Prinzip der Freiwilligkeit und Eigenverantwortlichkeit. Die Konfliktparteien müssen die Mediation wollen und sind grundsätzlich frei in der Gestaltung der Lösungsfindung. Der Mediator gibt lediglich den Rahmen des Verfahrens vor und erarbeitet mit den Medianten „vernünftige“ Argumente sowie die Strategie zur Lösungsfindung. Er dient als Schlichter und Mittelsmann zwischen den Parteien und sorgt dafür, dass eine angemessene Diskussion möglich ist, in der die gemeinsam erarbeiteten Argumente rational bewertet und abgewogen werden. Dabei gilt völlige Transparenz und Offenlegung der erarbeiteten Sachverhalte, vor allen Dingen aber absolute Neutralität des Mediators, was im Vorfeld vertraglich zugesichert wird. So wird eine einheitliche Vertrauensbasis geschaffen und es kann gewährleistet werden, dass bei keiner Partei Misstrauen aufkeimt oder sie gar übervorteilt wird. Am Ende eines Mediationsverfahrens steht meist nicht nur eine rechtsverbindliche Lösung, die in der Regel für beide Parteien eine Win-Win-Situation darstellt, es bringt zudem Verständnis für den Gegner und macht greifbar, was ihn bewegt, welche Sorgen, Ängste oder Visionen er hat. So ist einer der schönsten Nebeneffekte einer Mediation, wie Schütze aus Erfahrung zu berichten wusste, dass sich das Verhalten der Medianten untereinander, von ursprünglich verfeindet und mitunter äußerst bissig, im Laufe des Verfahrens fast immer in einen nachhaltig freundlichen Umgang wandelt. Dieser positive Effekt wäre vor Gericht sicher nicht zu erzielen, denn die Entscheidung wird stets von einem Dritten getroffen und nicht von den Parteien gemeinsam erarbeitet. Es gibt also immer einen Sieger und einen Verlierer, was, im Gegensatz zur Mediation, für das weitere Miteinander alles andere als förderlich ist.

Im Anschluss an den äußerst informativen Vortrag nutzten die WJ die Gelegenheit zum geselligen Verweilen, dem sich auch die Referentin gerne anschloss. Hier hatten die Teilnehmer noch einmal die Möglichkeit zum persönlichen Erfahrungsaustausch und konnten mit der erfahrenen Mediatorin näher ins Gespräch treten.

Wer mehr zu den Wirtschaftsjunioren Wetterau e. V. und ihren Aktivitäten erfahren möchte, erhält Informationen online unter www.wj-wetterau.de oder dirket bei der Geschäftsstelle unter der Rufnummer 0 60 31 / 6 09 – 30 05 bzw. per Email an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .


Verantwortlich für den Inhalt: Axel Steinbeiß, Geschäftsführer der Wirtschaftsjunioren Wetterau, c/o IHK Gießen-Friedberg, Goetheplatz 3, 61169 Friedberg, Tel. (0 60 31) 6 09 - 30 10, Fax (0 60 31) 6 09 - 30 20

 

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